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Es wird geschätzt, dass in der westlichen Welt über 20 Millionen Verdampfungskühlungsanlagen betrieben werden. Dabei gibt es gar keine nachgewiesenen Fälle, bei denen das Auftreten der Legionärskrankheit mit einem Verdampfungsklimagerät und der Kühlung durch feuchte Luft in Verbindung gebracht werden könnte. Die Systeme und Ausstattungen der Ekonair Sp. z o.o. erfüllen die Sicherheitsanforderungen auf praktische und geeignete Weise.

Was versteht man unter der Legionärskrankheit?

Die Legionärskrankheit ist eine Lungenentzündungsart. Ihren Namen verdankt die Erkrankung einer schweren Lungenentzündungsepidemie, die bei den Teilnehmern der Veteranenkongress der Amerikanischen Legion im Jahre 1976 ausgebrochen war. Hierbei handelt es sich um eine seltene, aber ernste Krankheit. Sie tritt häufiger bei Männern als bei Frauen auf. Gewöhnlich erkranken Personen mittleren Alters oder ältere, wobei Raucher und Personen mit brustkorbbedingten Beschwerden häufiger betroffen sind. Bei jüngeren Menschen tritt die Legionärskrankheit selten und bei Personen unter 20 Jahren nur sporadisch auf. Bei etwa einer Hälfte aller Krankheitsfälle fand die Ansteckung im Ausland statt. Die andere Hälfte der Erkrankungen ist Folge von Infektionen im Inland.

Wie erfolgt die Ansteckung?

Die Legionärskrankheit wird durch Bakterien namens „Legionella pneumophila“ verursacht. Die Ansteckung mit der Legionärskrankheit erfolgt durch das Einatmen der in der Luft schwebenden Wassertröpfchen mit Legionella-Bakterien. Die meisten den Legionellen ausgesetzten Menschen erkranken jedoch nicht. Auch wird die Legionärskrankheit nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

Woher kommt diese Erkrankung?

Das Bakterium, welches zum Ausbruch der Legionärskrankheit führt, ist in der Natur sehr verbreitet. Es lebt überwiegend im Wasser, beispielsweise in Teichen, wo es gewöhnlich keine Probleme verursacht. Die Krankheitsherde entstehen in verschiedenen vom Menschen entwickelten Wassersystemen, wo die Temperatur hoch genug ist, um das Bakterienwachstum anzuregen – z. B. in Kühlturmen, Verdunstungskondensatoren, Wannen mit Hydromassage (unter der Handelsbezeichnung „Jacuzzi“ bekannt) sowie im Brauchwasser in Gebäuden wie Hotels. In Großbritannien wurden die meisten Krankheitsfälle mit der Existenz von Anlagen wie Kühltürme oder Verdunstungskondensatoren in Verbindung gebracht, die Wassertröpfchen großflächig verteilen können. Dies sind Bestandteile von industriellen Klima- und Kühlungssystemen.

Welche Schutzmaßnahmen gegen die Legionärskrankheit können getroffen werden?

Um die Legionärskrankheit zu vermeiden, müssen die Serviceunternehmen solcher Kühlungssysteme sich an bestimmte Grundsätze bei der ordnungsgemäßen Steuerung dieser Systeme, deren ordnungsgemäßen Betrieb und Wartung halten. Darüber hinaus muss das Wasser regelmäßig aufbereitet und abgelassen sowie das System gereinigt werden.

Vorgehensweise von Ekonair zur Vermeidung der Legionärskrankheit

Entwurf eines Verdampfungskühlungssystems: bei allen Geräteentwürfen von Ekonair werden die Anforderungen des Polnischen Verbandes der Lüftungsbranche (Stowarzyszenie Polska Wentylacja) beachtet. Dabei kommen die nachfolgend genannten Lösungen zum Einsatz, die gewöhnlich keine Bestandteile eines standardmäßigen Verdampfungskühlungssystems wären:

  • Wasseraufbereitungssystem

  • Prozesssteuerungssystem zur Minimierung der sich absetzenden Verunreinigungen

  • Korrosionsbeständige Werkstoffe

Hygiene in Verdunstungsanlagen

Hygiene ist der wichtigste Faktor für die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Systems. Durch entsprechende Hygiene wird Konformität mit den entsprechenden Vorschriften und damit der ruhige Schlaf gewährleistet.

Hygiene

Damit die Zellulose-Kartuschen in den Klimageräten sauber und sicher gehalten werden, müssen folgende Faktoren beachtet werden:

  • Wasserstau vermeiden – Wassertank regelmäßig leeren

  • Niedrige Wassertemperatur beim Betrieb

  • Vermeidung von Korrosion und Verkalkung – Austausch der Zellulose-Kartuschen

  • Vermeidung der Aerosolbildung

  • Wartung – vor, während und am Ende der Saison

  • Einsatz der Ozonierung und UV-Strahlung – Zubehör

Einhaltung der Systemhygiene:

  1. Wassertemperatur

Bei der Überwachung der Wassertemperatur im Kreislauf kann beobachtet werden, dass bei einer Zulufttemperatur von bis zu 40 °C die Wassertemperatur im Abflussbecken gewöhnlich nicht über 20 °C unter polnischen Klimabedingungen steigt.

Diese Abhängigkeit kann durch die Annäherung der Wassertemperatur an die „Feuchtkugeltemperatur der Luft“ erklärt werden.

Im mäßigen Klima überschreitet die „Feuchtkugeltemperatur“ selten den Wert von 20 °C – und selbst dann bleibt sie nur wenige Stunden oberhalb dieses Niveaus.

Hierbei muss angemerkt werden, dass bei ausgeschaltetem Klimagerät das Abflussbecken automatisch geleert wird. Damit wird ein Anstieg der Wassertemperatur an die Umgebungstemperatur verhindert, die sich zwischen 20 °C und 45 °C bewegen kann.

  1. Wasserstau

Während des normalen Betriebs wird das Wasser ständig umgewälzt. Durch das Design der Zellulose-Kartuschen und des Klimageräts werden tote Zonen vermieden, so dass es zu keiner Stauung kommt. Bei abgeschalteter Anlage lässt das System das Wasser aus dem Tank automatisch ab. Die Anlage ist selbstentleerend gestaltet, wodurch eine Stauung vollständig vermieden wird.

  1. Werkstoffe

Alle wasserberührten Oberflächen mit Ausnahme von Filtereinsätzen sind aus Kunststoffen oder rostfreien Materialien hergestellt. Die Ekonair-Filtereinsätze sind aus mit vor Fäulnis schützenden Salzen imprägniert Zellulosematerial hergestellt, damit der biologische Abbau verhindert wird und die Einsätze gute Absorptionseigenschaften aufweisen. Die Einsätze sind steif und selbsttragend ausgeführt. Sie werden bei der periodischen Wartung überprüft und bei Bedarf ausgetauscht.

  1. Sauberkeit des Systems

Beim Verdunsten vom Wasser steigt der Gehalt an gelösten Salzen und Feststoffen. Die Wirksamkeit der Verdunstung hängt von den äußeren Bedingungen ab. Im Mittel wird davon ausgegangen, dass das Wasser aus dem Tank etwa alle 8 Stunden abgelassen werden muss. Das kann im Automatikbetrieb nach einmaliger Einrichtung der Anlage erfolgen. Der Tank wird von Ablagerungen und im System vorhandenen Partikeln gereinigt und anschließend mit frischem, sauberen Wasser gefüllt.

Die planmäßige Wartung umfasst die Reinigung aller mit Wasser in Berührung stehenden Oberflächen.

  1. Programm der Wasseraufbereitung

Um bessere mikrobiologische Sicherheit zu gewährleisten, kann eine Desinfektion mittels Ozon eingesetzt werden.

Obwohl bei Temperaturen unterhalb von 20 °C Legionellen allgemein als nicht gefährlich betrachtet werden, kann unter diesen Bedingungen das Wachstum von anderen Organismen erfolgen. Biozide und UV-Desinfektion werden zur Vermeidung von Biofilmen verwendet, die das Wachstum von Legionellen begünstigen könnten.

Allgemeine Risikobeurteilung

Der Endanwender trägt die abschließende Verantwortung für die von ihm durchzuführende Risikobeurteilung. Dieses universelle Dokument soll technische Informationen zur Verfügung stellen, um diese Beurteilung zu begründen.

Zusammenfassung

Das Gesamtrisiko hängt von der Qualität der gekühlten Luft ab. Kompressor-Klimageräte können Legionellen-Kolonien beherbergen und Stoffe beinhalten, die das Wachstum dieses Bakteriums fördern. Werden die Geräte sauber gehalten und alle Vorbeuge- und Kontrollmaßnahmen ordnungsgemäß ausgeführt, ist das Risiko sowohl bei Verdampfungsklimageräten wie auch bei Kompressor-Klimageräten sehr gering.